Tim Guldimann
Schweizerischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland

Geboren 1950 in Zürich (CH)
Tim Guldimann
Tim Guldimann
Seit Mai 2010 ist Tim Guldimann Schweizerischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland.

Von 2009 bis April 2010 leitete er das Mittelost Projekt des Zentrums für humanitären Dialog in Genf. Zwischen Oktober 2007 und September 2008 war er Leiter der OSZE-Mission und Stellvertretender Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs im Kosovo. Zuvor war er drei Jahre vom schweizerischen diplomatischen Dienst beurlaubt und lehrte an der Universität Frankfurt, der Universität Bern und am Collège d’Europe in Brügge und Natolin (Warschau).

Von 1999 bis 2004 war er schweizerischer Botschafter in Teheran und in dieser Funktion auch zuständig für die amerikanischen Interessen im Iran. Zwischen 1997 und 1999 leitete er die OSZE-Mission in Kroatien, von 1996 bis 1997 die OSZE-Unterstützungsgruppe in Tschetschenien.

1995 wurde er an der Universität Bern zum Honorarprofessor ernannt. Von 1991 bis 1995 war er Leiter des Ressorts Aussenpolitik in der Gruppe für Wissenschaft und Forschung des schweizerischen Innenministeriums. Zwischen 1989 und 1994 war er Lehrbeauftragter für Aussenpolitik an den Universitäten Bern, Zürich und Fribourg. Zuvor hatte er von 1984 bis 1990 als Diplomat im schweizerischen Aussenministerium als Informatikverantwortlicher (1989-90), Wirtschaftsattaché bei der schweizerischen Botschaft in Kairo (1987-89) und als Desk Officer in Bern mit Zuständigkeit für Asien und später die islamische Welt (1984-87) gearbeitet.

Seine diplomatische Ausbildung im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten absolvierte er von 1982 bis 1984 in Bern, Genf und Kairo. Tim Guldimann promovierte (Dr. rer. pol.) 1979 an der Universität Dortmund.
 
Zuvor hatte er in Zürich, Santiago de Chile und Mexiko Volkswirtschaft studiert. Von 1979 bis 1981 forschte er in Paris, London und New York über die sowjetische Gesellschaft, nachdem er 1979 ein sechsmonatiges Forschungsstipendium der Sowjetischen Wissenschaftsakademie in Moskau, Leningrad und Nowosibirsk erhalten hatte.
 
Tim Guldimann erhielt 2006 den Moses-Mendelssohn-Preis des Senats des Landes Berlin zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen.